Amt Brieskow-Finkenheerd
 
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Der Oder-Neiße-Radweg: Ein Paradies

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Deutschland, Polen, Tschechien. Der Oder-Neiße Rad-/Wanderweg bietet multiplexe Eindrücke und faszinierende Landschaften:


Das Isergebirge, der Naturpark Zittauer Gebirge und die Oberlausitzer Berglandschaft stehen in reizvollem Kontrast zu den schroffen Gebieten des ehemaligen Braunkohletagebaus.


Insgesamt erstreckt sich der Oder-Neiße-Radweg über eine Länge von 630 Kilometer vom Isergebirge bis hin zur Ostsee.

Dem Verlauf der beiden Grenzflüsse Oder und Neiße folgend, offenbart sich dem Radwanderer und Radfahrer ein wahres Paradies.


Vom Isergebirge radeln Sie durch historische Städte und Landschaften, immer dem Flusslauf folgend. Die Städte und Landschaften gehören zu schönsten Mitteleuropas.

Die Tour beginnt mit einem grenzüberschreitenden Erlebnis, sofern Sie den Ausflug an der Quelle der Neiße, im tschechischen Nova Ves starten. Erleben Sie urige Wälder, Hochebenen mit atemberaubenden Ausblicken und abgelegene Gebirgsorte.

In fast ursprünglicher Beschaffenheit der Flusslandschaften werden Sie auf weiten Wegen geleitet. Erst die Neiße, dann die Oder….


Unterwegs begegnen Sie großen geschützten Gebieten mit einer Flora- und Faunawelt, wie sie so kaum noch zu finden ist.


Erst im Norden Deutschlands, in Mecklenburg Vorpommern, verlässt der Oder-Neiße-Radweg den Flusslauf. Hier erwarten Sie ruhige Wald- und Wiesenwege, das Stettiner Haff und dann der große Badespaß an der Ostsee.

Auf dem historischen Oder-Neiße-Radweg begegnen Sie außerdem geschichtlich interessanten Städten wie Liberec, Zittau, Görlitz, Ostritz, Guben, Forst, Eisenhüttenstadt, Frankfurt/ Oder, Lebus, Küstrin, Bad Freienwalde, Schwedt (Oder), Ueckermünde, Anklam, Seebad Ahlbeck.

Ihnen wird es sicherlich nicht langweilig, immer wieder gibt es Neues zu sehen und zu erfahren. Landschaften wie Isergebirge, Naturpark Zittauer Gebirge, Oberlausitzer Berglandschaft, Landschaftspark Bad Muskau, Rosengarten Forst, Mittleres Odertal mit Oderbruch und Nationalpark Unteres Odertal, Vorpommersche Landschaft, Naturpark Stettiner Haff und zu guter Letzt der Naturpark Usedom begleiten Sie den langen Weg vom Ursprung bis zum Schluss.

 

Wer sich in dieser Region erholt, hat viele Gelegenheiten, die Begegnung mit dem polnischen Nachbarn zu suchen. Hier ist gemeinsame Kultur zu Hause.


Erleben Sie Zgorzelec, den polnischen Stadtteil von Görlitz, oder Slubice gegenüber von Frankfurt an der Oder. In Bad Muskau erwartet Sie ein UNESCO Welterbe, der "Fürst-Pückler-Park". Er befindet sich zu 2/3 auf polnischem Gebiet. Auf dem Stettiner Haff Rundweg bietet sich die Gelegenheit das größte zur Ostsee gehörende Haff an der Mündung der Oder und der Peene zu erleben. Mit allen Nebengewässern hat es insgesamt eine Ausdehnung von 903 km².

Der Oder-Neiße-Radweg führt Sie auch direkt durch das schöne Brieskow-Finkenheerd, entlang der Ziltendorfer Niederung (Aurith) und Vogelsang. Hier haben Sie jeweils die Möglichkeit sich bei den gastronomischen Einrichtungen zu stärken und Ihre Reserven wieder aufzufüllen. Genießen Sie außerdem die Fahrt durch das Gebiet des Oderhochwassers, es ist heute kaum vorstellbar, was 1997 passierte. Die Oder ist immer noch ein geheimnisvoller Fluss, mit all seinen Tücken. Dennoch wunderschön und einzigartig...


Aktuelle Meldungen

Rad- und Wanderkarte der Region Schlaube-Oderland in ihrer Erstauflage

(23.04.2019)

Bereits zur Tour de MOZ hatten wir die von uns erarbeitete Rad- und Wanderkarte für die Tourismusregion Schlaube-Oderland in ihrer Erstauflage im Angebot. Sie gibt eine Übersicht über die Highlights unserer Region. Gekennzeichnet sind die wichtigsten Radwanderstrecken sowie unsere beiden Entdeckertouren ("Bonsai-Oder-Honig-Route" und die Wandertour "Auf den Pfaden der Treidler"). Hinweise zu Gastronomie und Unterkünften sind natürlich ebenfalls enthalten.

Die Karte können Sie zu den bekannten Öffnungszeiten für nur 3,00 Euro im Büro des FSO e.V. (Touristinfo) erwerben.

Foto zur Meldung: Rad- und Wanderkarte der Region Schlaube-Oderland in ihrer Erstauflage
Foto: Rad- und Wanderkarte der Region Schlaube-Oderland in ihrer Erstauflage

Als Engel radelten, lachte der Himmel Tränen …

(16.04.2019)

Es waren Tränen, die über Stunden hinweg nicht versiegten. Doch trotz des verregneten Vormittags scheuten ca. 70 Radfahrer nicht den Start in die Tour de MOZ –Saison 2019, wozu wir am 14. April mit unserer regional-historischen Entdeckungsreise im und um das Amt Brieskow-Finkenheerd eingeladen hatten. Wie auch schon in den vergangenen Jahren haben wir ein sportlich-informatives Event geplant. Angeführt wurde die Gruppe in diesem Jahr von der Mitarbeiterin Christiane Förster in Begleitung des regionalen Revierförsters Michael Köckritz. Das Schlusslicht bildete Vorstandsmitglied Dennis Schulze mit seiner Frau. Auch die Vertreter der Märkischen Oderzeitung Frau und Herr Boldt sowie Frau Acker ließen es sich nicht nehmen mit uns gemeinsam der recht spät erscheinenden Sonne entgegen zu radeln.

Die erste Station war der Lossower Burgwall, Grabungsstätte und Kultplatz während der Eisenzeit. Dies wurde durch die Ausgrabung von Opferschächten bekannt. Die urgeschichtliche Burg barg viele Geheimnisse, die Stück für Stück zutage befördert werden konnten. Vorstandsmitglied Wilfried Redlich hat hierüber umfangreiche Informationen zusammengetragen, die durch Michael Köckritz noch ergänzt werden konnten. Die Fahrt führte weiter zum ehemaligen Tagebau „Helene“, unsere heutige „Kleine Ostsee“, die nicht nur durch das Helene-Beach-Festival über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erwarb. Wenn jemand über die Bergbauschächte und Tagebaue unserer Region Bescheid weiß, dann ist es unser Revierförster Michael Köckritz. Es war wie immer spannend ihm zuzuhören. Dabei ging es bei weitem nicht nur um die Länge, Breite und Tiefe des Sees, der mit dem ehemaligen Nachbartagebau Katja durch den Kongo, eine Art Kanal, ursprünglich auch Durchstich genannt, verbunden wurde.

Aufgrund der Initiative von Herrn Köckritz konnten wir vom Osteingang bis zum Ausgang am FKK direkt am See entlangradeln und dabei auch einen Blick auf die Abraumhalde der „Katja“ werfen. Hätte sich dabei die Sonne im See gespiegelt – es wäre ein Naturgenuss pur geworden, auch entlang des  Friedrich-Wilhelm-Kanals, wo die Knospen an Sträuchern und Bäumen bereits sprießen und die ersten Blätter sich entwickeln. Durch den anhaltenden Regen verzichteten wir hier jedoch auf einen weiteren Fotostopp, um schnellstmöglich die trockenen Räume der Gaststätte „Preussenstuben“ zu erreichen, wo wir vom Großen Kurfürsten und seiner Preußin, alias Dieter Drese und Martina Gerstenberg erwartet wurden, die uns später noch einen kurzen Einblick in das preußische Leben gab. Gern wurde das Angebot wärmender Speisen und Getränke von den durchnässten Radlern genutzt, die allen hervorragend mundeten. Eigens für unsere Radfahrer hatte auch Frau Bley die Türen der Heimatstube geöffnet und gab so einen Einblick in das frühere Leben der Lindower.  Eigentlich sollte auch der Blick in die neogotische Kirche in Groß Lindow ermöglicht werden … Vielleicht klappt das beim nächsten Mal!

Etwas Gutes schien die Mittagspause nach einer regenreichen ersten Halbzeit zu haben. Nachdem alle Teller leer gegessen waren, klarte der Himmel auf und eine weitere Fahrt im Trockenen war nun endlich gesichert. So strampelten wir bei etwas Gegenwind, der unsere Kleidung endlich trocknete, durch die Ziltendorfer Niederung.  Einen zusätzlichen Halt legten wir auf Anregung von Michael Köckritz in der Nähe des Gedenksteines zum Hochwasser 1997 in der Thälmannsiedlung ein.

Sehr interessant wurde noch einmal unser kurzer Aufenthalt an der vorletzten Station, der Schäferei Pröll. Begrüßt wurden wir von den Kindern der Familie Pröll, die uns zur Scheune führten, in der sich die jüngsten Lämmer mit ihren Mutterschafen befanden. Die ältere Tochter Katrin Pröll gab einen sehr unterhaltsamen Einblick in das Leben der Schafe und der Schäferfamilie. Sie konnte alle anschließenden Fragen der Tourteilnehmer bestens beantworten und war eine hervorragende Vertretung für ihre Mutter. Begeistert von den Lämmchen und den Informationen über die Schäferei kehrten wir entlang der Oder zurück nach Brieskow-Finkenheerd zum Standort des Büros vom Förderverein Schlaubemündung-Odertal, wo unser Geschäftsführer Lukasz Kaczmarek, die Mitarbeiterin Inka Stegemann-Ruschel und unsere fleißige Helferin Marina Isenmann in der Halle inzwischen eine Kaffeestube eingerichtet hatten. Rebecca Labus, die bereits als Ersthelferin die medizinische Notfallversorgung absicherte, griff den Dreien sogleich hilfreich unter die Arme, wodurch alle in kürzester Zeit mit Kaffee oder Tee und selbstgebackenem Kuchen versorgt werden konnten. So ließen wir die erste Tour de MOZ des Jahres 2019 ganz gemütlich gemeinsam ausklingen und führten dabei die Verlosung der Preise durch, die von den Vertretern der Märkischen Oderzeitung und dem Förderverein Schlaubemündung-Odertal gesponsert wurden. Einen Durchhalteorden gab es schließlich in Form einer Teilnahmeurkunde für alle, die die gesamte Strecke durchgehalten hatten. Reges Interesse fanden auch die Flyer, Karten und das Infomaterial unserer Region, schließlich steht die Ausflugssaison gerade erst vor der Tür.

Wir danken allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, recht herzlich. Natürlich auch ganz besonders den zahlreichen Radlern, die sich nicht vom Wetter abschrecken ließen und gemeinsam mit uns bis zum Ende durchgehalten haben.

Wenn Sie im nächsten Jahr wieder mit dem FSO e.V. unterwegs sind, freuen wir uns sehr, auch wenn Sie auf das bewährte Team aus dem Geschäftsführer Lukasz Kaczmarek und der Mitarbeiterin Christiane Förster in Zukunft verzichten müssen. Es war das letzte Event, das wir in perfekter Zusammenarbeit für den FSO e.V. vorbereitet und durchgeführt haben. Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, um uns gemeinsam von Ihnen zu verabschieden und uns ganz herzlich für Ihre treue Teilnahme an unseren Events zu bedanken. Wir danken darüber hinaus allen, die zum Erfolg der verschiedenen Veranstaltungen beigetragen, und uns auf die unterschiedlichste Weise unterstützt haben. Mit vielen von Ihnen hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht und wir werden uns gerne daran erinnern.

Ihr Team vom Förderverein Schlaubemündung-Odertal e.V.

Foto zur Meldung: Als Engel radelten, lachte der Himmel Tränen …
Foto: Als Engel radelten, lachte der Himmel Tränen …

Fährverbindung Aurith-Urad eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten für die Region

(04.04.2019)

Wir freuen uns sehr, über die positive Nachricht, dass das Fährprojekt Aurith-Urad nun doch realisiert und die bewilligten Fördermittel in Höhe von 85 % genutzt werden können. Damit stehen Türen und Tore für weitere deutsch-polnische Projekte, die Steigerung der Attraktivität des Oder-Neiße-Radweges, eine gemeinsame touristische Entwicklung sowie Intensivierung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit offen. Pläne, die Herr Kaczmarek (GF des FSO e.V. von 2010 bis April 2019) nun leider nicht mehr selbst umsetzen wird, für die er aber mit dem erfolgreichen Projektantrag noch den Grundstein gelegt hat.

Dafür ein herzliches Dankeschön an ihn und alle, die sich für die Realisierung des Projektes eingesetzt haben.

 

 

Foto zur Meldung: Fährverbindung Aurith-Urad eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten für die Region
Foto: Fährverbindung Aurith-Urad eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten für die Region